Branchen29. Juli 2026

Was kostet eine Website für einen Pflegedienst

Was eine Website für einen Pflegedienst kostet, mit drei Preisstufen ab 1.500, ab 2.500 und ab 4.500 Euro, und was jeweils enthalten ist.

Eine Website für einen Pflegedienst kostet je nach Umfang ab etwa 1.500 Euro für eine einfache Seite, ab 2.500 Euro für eine Seite mit Anfrage-System und Karriereseite, und ab 4.500 Euro für eine vollständige Lösung mit CRM und automatischem Nachfassen. Der Preis hängt vom Funktionsumfang ab, nicht nur vom Design.

Viele Angebote im Netz nennen keine Zahlen, sondern nur "individuelles Angebot auf Anfrage". Das ist verständlich, weil jedes Projekt anders ist, aber es hilft dir als Inhaberin wenig, wenn du vorher einschätzen willst, ob sich das Gespräch überhaupt lohnt. Deshalb hier eine ehrliche Einordnung in drei Stufen.

Die Suchergebnisse zu diesem Thema sind zudem oft von reinen Wartungs-Angeboten geprägt, also von Anbietern, die vor allem laufende Pflege verkaufen, nicht das eigentliche Projekt. Das macht es für dich zusätzlich schwer, echte Einstiegspreise zu finden. Diese Übersicht soll genau diese Lücke schließen.

Warum unterscheiden sich die Preise so stark?

Weil eine reine Visitenkarten-Website und ein System, das Klienten- und Personalanfragen automatisch aufnimmt und beantwortet, technisch zwei völlig verschiedene Dinge sind. Eine einfache Seite zeigt, wer ihr seid und wie man euch erreicht. Ein Anfrage-System nimmt diese Erreichbarkeit aktiv in die Hand, auch wenn niemand im Büro sitzt.

Der Preisunterschied liegt also nicht in schönerem Design, sondern in dem, was im Hintergrund arbeitet. Eine Website mit CRM-Anbindung und automatischer Antwort braucht mehr Aufbau- und Einrichtungszeit als eine Seite, die nur Informationen zeigt.

Was bekommst du für den Einstiegspreis ab 1.500 Euro?

Diese Stufe eignet sich für Pflegedienste, die zunächst eine solide, moderne Basis brauchen: eine klare Startseite, eine Leistungsübersicht, eine Über-uns-Seite mit Team und Kassenzulassung, eine Kontaktseite mit Formular und Telefonnummer. Mobil optimiert, sauber auffindbar bei Google, ohne unnötigen Schnickschnack.

Was hier fehlt: eine eigene Karriereseite mit Bewerbungsweg und ein automatisiertes Nachfass-System. Für einen Dienst, der aktuell weder dringend Personal noch dringend mehr Klienten sucht, kann diese Stufe trotzdem ausreichen, gerade als solider erster Schritt.

Der Aufbau dieser Stufe dauert in der Regel wenige Wochen, weil die Struktur überschaubar bleibt. Sie eignet sich auch, wenn die aktuelle Seite technisch veraltet ist und zunächst ein sauberer, mobil lesbarer Auftritt wichtiger ist als zusätzliche Funktionen.

Was bringt die mittlere Stufe ab 2.500 Euro zusätzlich?

Hier kommt der doppelte Fokus der Pflegebranche ins Spiel: eine eigene Karriereseite mit einfachem Bewerbungsweg für Pflegekräfte, zusätzlich zur Klienten-Seite. Außerdem ein einfaches Anfrage-Formular, das direkt an dich oder deine Pflegedienstleitung geht, mit klarer Struktur für Klienten- und für Bewerbungsanfragen getrennt.

Diese Stufe lohnt sich für die meisten Pflegedienste, weil sie beide Engpässe anspricht, Klienten und Personal, ohne die volle Automatisierung zu benötigen. Sie ist ein guter Ausgangspunkt, wenn ihr die Antworten noch selbst schreiben wollt, aber die Struktur dafür professionell aufgebaut haben möchtet. Für viele Pflegedienste ist sie deshalb der praktikabelste Einstieg überhaupt.

Was liefert die Stufe ab 4.500 Euro, die die anderen nicht können?

Diese Stufe verbindet Website, CRM und automatisches Nachfassen zu einem System. Jede Anfrage, ob von einer Angehörigen oder von einer Bewerberin, landet automatisch als Kontakt im CRM. Eine persönlich formulierte Erstantwort geht in Minuten raus, mit einem konkreten nächsten Schritt. Reagiert niemand, erinnert das System einmal höflich nach.

Für einen Pflegedienst mit chronischem Zeitmangel, also die meisten, ist genau das der eigentliche Hebel. Nicht die schönere Seite entscheidet, sondern die Frage, ob eine Anfrage überhaupt eine Antwort bekommt, bevor Klientin oder Bewerberin beim nächsten Dienst landet.

Was solltest du vor dem Erstgespräch für dich klären?

Am einfachsten wird die Einordnung, wenn du dir vorher zwei Fragen selbst beantwortest. Erstens: Ist bei dir gerade Personal oder sind es Klienten, die dringender fehlen? Die Antwort entscheidet oft, ob die mittlere oder die obere Stufe passt. Zweitens: Wie viele Anfragen und Bewerbungen gehen dir aktuell schätzungsweise verloren, weil niemand rechtzeitig antwortet?

Diese zweite Frage lässt sich selten exakt beantworten, aber schon eine grobe Schätzung hilft, den Wert eines automatischen Systems für deinen eigenen Betrieb einzuordnen. Wer merkt, dass ihm regelmäßig Bewerbungen oder Anfragen durch die Lücke fallen, für den rechnet sich die obere Stufe meist schnell.

Was kostet es danach, monatlich?

Zur laufenden Pflege der Seite, zu Updates und zur CRM-Nutzung fallen monatliche Kosten an. Bei mir gibt es dafür zwei Betreuungspakete: Care Basis für 49 Euro im Monat mit Überwachung, Updates, Backup und kleinen Textänderungen, und Care Plus für 119 Euro im Monat, dazu mit CRM-Pflege, monatlicher Auswertung und einem Anpassungsblock. Frag das im Erstgespräch offen an, ein seriöses Angebot nennt dir diese Zahl, bevor du unterschreibst. Achte außerdem darauf, was in der monatlichen Pflege enthalten ist, etwa Sicherheitsupdates, kleinere Textänderungen oder technischer Support, und was zusätzlich berechnet wird.

Häufige Fragen

Alle drei Stufen im Detail, mit Vergleich
Für Pflege und Alltagsbegleitung
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